Husi 2020

Aktualisiert: März 22

Das Hauswirtschaftslager ist natürlich schon ein bleibendes Erlebnis! Normalerweise findet die Husi drei Wochen lang als Internatskurs statt. Covid-19 erlaubte dies unserem Jahrgang leider nicht. Wir sind dankbar, dass die Husi überhaupt stattfinden konnte. Trotz der verkürzten Version, die nur 7 Tage und ohne Übernachten dauerte, war vom versalzenen Dessert bis zu einem Überfall alles dabei.


Das Haus in Weesen direkt am Walensee ist wunderschön. Früher war es sogar mal ein Hotel. Trotz der vielen Kurse hatten wir auch immer genug Freizeit. Wir gingen um den See spazieren und spielten miteinander Fussball. Die Husi hat uns als Klasse sehr zusammengeschweisst, auch weil wir das Handy abgeben mussten. Am Morgen mussten wir am Hauptbahnhof Zürich in einen Car einstiegen, der uns nach Weesen fuhr.

HMW Weesen (Quelle: Strickhof.ch)
HMW Weesen (Quelle: Strickhof.ch)

Am ersten Tag wurde ich mit meiner Gruppe in den Kochkurs eingeteilt. Es gab immer Mittagessen mit Dessert. Wir kochten Safran-Risotto mit Saltimbocca und zum Dessert Apfelstreusel. In dieser Situation hat sich meine Liebe zu Streuseln als nützlich erwiesen: Trotz Maske habe ich es geschafft, die Streusel zu probieren. Leider waren sie sehr salzig. Meine Verzweiflung war gross, da ich nicht wusste, was ich falsch gemacht hatte. Ich schüttete immer mehr Zucker hinein. Bis meine Kollegin den Zucker probierte, da die Streusel immer salziger wurde. Die Leute, die vor uns in der Husi waren, hatten Salz in das Zuckergefäss gefüllt!! Also mussten wir alle Streusel wieder neu zubereiten.


Während des Kochens hörten wir plötzlich den Feueralarm. Eine meiner Mitschülerinnen fragte die Lehrerin: »Sie, sollten wir jetzt nicht rausrennen?» Die Kochlehrerin antwortete darauf: »Nein wir kochen jetzt.» Von unseren Mitschülern erfuhren wir, dass die Handarbeitslehrerin einfach herausgerannt war. Die zurückgelassenen Schüler wunderten sich sehr. Fünf Minuten später kam die Lehrerin zurück und wies sie an, das Gebäude zu verlassen. Als die Schüler nach zehn Minuten schon fast durchgefroren waren, erfuhren sie, dass es sich zum Glück nur um einen Fehlalarm gehandelt hatte. Die Jungs hatten beim Schmelzen des Wachses im Haushaltsmanagementkurs die Pfanne auf dem Herd gelassen.

Die weiteren Tage waren etwas ruhiger. Das Spannendste passierte am zweitletzten Tag der Husi: Wir kamen, wie jeden Tag, mit dem Car an. Doch überall waren Polizeiautos und ein Notarzt. Polizisten schauten den Tatort an. Eine der Leiterinnen rannte hektisch umher. Von unserer Leiterin erfuhren wir, dass in einem kleinem Gartenhäuschen auf dem Gelände ein Mann übernachtet hatte. Anscheinend hatte dies eine Leiterin am Morgen bemerkt und ihn gefragt, was er da mache. Der Mann schlug die Frau nieder. Es gab Gerüchte, dass ein Mann ihr helfen wollte und dann sei dieser auch noch niedergeschlagen worden. Ein anderes Gerücht besagte, dass die Frau über den Boden gezogen worden sei. Niemand wusste genau, was passiert war. Die Frau kam am nächsten Tag nicht in den Kurs. Die Leiterin, die so panisch war, als der Feueralarm abging, kam am nächsten Tag auch nicht, da sie offenbar einen Schock erlitten hatte. Wir wissen nicht, ob der Täter gefasst wurde, die Polizei durfte keine Auskunft geben.


Tamara Martullo (2c)

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