Schulstress, was tun?

Aktualisiert: 20. Nov 2019

Fühlst du dich auch häufig schlapp und energielos? Ist Schule für dich auch zu einem einzigen Stressfaktor geworden und bist du häufiger unmotiviert und fühlst dich überfordert? Keine Angst, du bist nicht alleine. Dies alles sind Anzeichen für Stress und über 50% der Schweizer Bevölkerung geht es gleich. Aber was genau ist eigentlich Stress? Caroline (4b)



Stress ist nicht immer gleich Stress. Heutzutage wird Stress nämlich meistens mit Negativem verbunden: Stress in der Schule, mit den Freunden oder in der Freizeit. Doch Psychologen unterscheiden zwischen Distress, dem schlechten Stress, und Eustress, der auch gute Folgen hat. Stress ist aus medizinischer Sicht erst mal “nur” eine körperliche Reaktion, die den Körper innerhalb kurzer Zeit auf Hochtouren bringen soll. Das Ganze unternimmt er mit Hilfe von lebenswichtigen Hormonen wie Adrenalin, Nordadrenalin und Cortisol. Für unsere Vorfahren war diese Art von Stress fundamental um zu überleben, denn diese Hormone bringen den Körper in brenzligen Situationen dazu, sich zu fokussieren und im besten Fall eine Lösung für das vorliegende Problem zu finden. Also aus evolutionstechnischer Sicht gesehen ein sinnvoller Mechanismus.


Noch viel wichtiger als zu wissen, was Stress überhaupt ist, ist zu wissen, wie man den negativen Stress, den wir zum Beispiel in der Schule haben, minimieren kann. Denn das ist eigentlich gar nicht so schwer. Mit diesen drei Tipps und Tricks werdet ihr euch auf jeden Fall binnen kurzer Zeit besser fühlen.

1. Zeit für dich

Und damit ist nicht gemeint, dass du dir alleine eine spannende Serie in deinem Bett anschaust oder auf dem Handy dein neustes Lieblingsgame durchsuchtest. (Obwohl diese Aktivitäten natürlich nicht ganz aus deinem Leben verbannt werden müssen)

Mit “Zeit für dich” ist eher gemeint, dass du etwas Entspannendes machst, wie zum Beispiel ein schönes Bad nehmen oder raus an die frische Luft gehen. So kann sich nämlich unser Gehirn entspannen ohne ständig weitere neue Informationen aufnehmen zu müssen wie zum Beispiel bei einem neuen Videospiel.


2. Sport

Körperliche Aktivitäten können helfen, Stress zu reduzieren. Während dem Sport produziert unser Körper wichtige Hormone wie Endorphine und Serotonin, welche die Stresshormone neutralisieren. Die besten Sportarten “gegen” Stress sind zum einen entspannende und innerlich stärkende wie zum Beispiel Yoga. Das bewusste Anspannen der Muskeln und auf den Atem abgestimmte Übungen entspannen Körper und Geist.

Auch Teamsporte wie zum Beispiel Fussball, Basketball oder Unihockey motivieren einen und lenken vom Schulstress ab.

Und natürlich kann man den Stress auch einfach „wegtanzen”. Ein Schritt nach dem anderen zentriert die Gedanken und lenkt ab und mit der richtigen Musik fliegt die Zeit nur so dahin. Zudem wirken die ästhetischen Bewegungen wohltuend und stärken das eigene Körpergefühl.


3. Richtige Ernährung

Damit ist nicht gemeint, dass man nur gesund essen muss und nichts Süsses mehr, aber der richtige Genuss an Zucker ist wichtig. Zu viel Zucker führt nämlich dazu, dass man sich langfristig schlapp und müde fühlt. Also anstatt zu einer Tafel Schokolade zu greifen, nehmt euch doch stattdessen eine Banane oder passend zur jetzigen Jahreszeit eine Mandarine. Diese Früchte sind zwar auch süss, erreichen aber niemals den Zuckergehalt einer Packung Gummibärchen. Zusätzlich versorgen sie den Körper mit Vitaminen, welche besonders in den kühleren Monaten in Stressphasen von deinem Körper benötigt werden.


Gönne dir selber die Auszeit und die Aufmerksamkeit, die dein Körper braucht, um richtig zu funktionieren. Finden deine eigenen Hilfsmittel, wie du am besten runterfahren kannst - ich zum Beispiel höre Musik zum Entspannen. Hauptsache: Gib dich nicht einfach dem Stress der Bücherberge auf deinem Schreibtisch geschlagen, sondern sage deiner ständigen Energielosigkeit den Kampf an!

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